3. Berliner Jugendhilfeforum

Geflüchtete Kinder und Jugendliche in Berlin -
Wie kann Integration gelingen?

Bild: Flüchtlinge, Urheber: Lydia Geissler ©, Fotolia.com
Bild: Flüchtlinge, Urheber: Lydia Geissler ©, Fotolia.com

Samstag, den 23.04.2016
Austausch- und Vernetzungstreffen der Aktiven in der Berliner Jugendhilfe

Tagung der Berliner Kommunalpolitischen Bildungswerke

August Bebel Institut
Bildungswerk für Alternative Kommunalpolitik (BiwAK) e.V.
Kommunalpolitisches Bildungswerk Berlin e.V. (KBB)
kommunalpolitisches forum e.V. (berlin)

Logo ABI August Bebel Institut   Kommunalpolitisches Bildungswerk Berlin e.V. (KBB)        kommunalpolitisches forum (berlin) e.V.

10:00 – 17:00 Uhr, Rathaus Mitte, Karl-Marx-Allee 31, 10178 Berlin

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Die aktuelle Flüchtlingsbewegung stellt unsere Gesellschaft vor eine große Herausforderung. Noch immer sind tausende Geflüchtete in Turnhallen und anderen Notunterkünften untergebracht. Gleichzeitig ist das ehrenamtliche Engagement für geflüchtete Menschen beispiellos. Dies ist weiterhin notwendig, auch damit die Integration gelingen kann.

In der Kinder- und Jugendhilfe besteht ein reichhaltiges Wissen über eine erfolgreiche Integration. Wir wollen auf dem 3. Berliner Jugendhilfeforum mit Ihnen diskutieren, wie Integration von Kindern und Jugendlichen besser gelingen kann und was dabei in der Kinder- und Jugendhilfe an Voraussetzungen und Unterstützung notwendig ist.

Wir laden Sie ein, gemeinsam in Arbeitsgruppen Bausteine für eine Integrationsstrategie zu entwickeln. Hierzu haben wir Expertinnen und Experten aus der praktischen Arbeit eingeladen, die uns Impulse geben können. Die Arbeitsergebnisse werden anschließend in einem Galerierundgang (Gallery Walk) auf unserer Tagung präsentiert und sollen in den weiteren Diskussionen in Gremien auf Bezirks- und Landesebene eingebracht werden.

Bild: Integration,  Urheber: Markus Mainka ©, Fotolia.com

Bild: Integration,  Urheber: Markus Mainka ©, Fotolia.com

Programm

10:00 – 10:20 Uhr Begrüßung und Programmvorstellung

10:20 – 11:00 Uhr Rückblick und Ausblick: Integration und Jugendhilfe
Elvira Berndt, Vorsitzende des Landesjugendhilfeausschusses und Geschäftsführerin von Gangway e.V.

Gelingende Integration - Was kann die Senatsverwaltung tun und welche Maßnahmen sind geplant?
Sigrid Klebba, Staatssekretärin für Jugend und Familie

11:00 – 11:30 Uhr Erste Diskussion
Moderation: Torsten Wischnewski-Ruschin, Paritätischer Wohlfahrtsverband Berlin

11:30 – 13:00 Uhr Integration in den Bezirken
Gespräch und Diskussion mit den Jugendstadträtinnen und Jugendstadträten

Oliver Schworck, Temeplhof-Schöneberg (SPD)
Monika Herrmann, Friedrichshain-Kreuzberg (Bündnis 90/Die Grünen)
Dr. Sandra Obermeyer, Lichtenberg (Die Linke)
Thorsten Reschke, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Bezirk Mitte

Moderation: Torsten Wischnewski-Ruschin, Paritätischer Wohlfahrtsverband Berlin

13:00 – 14:00 Mittagspause

14:00 – 16:00 Uhr Bausteine für Integration - Arbeitsgruppen

AG 1 Integration von unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten
Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge verfügen über keinen festen Aufenthaltsstatus. Umso wichtiger ist die Unterstützung durch Menschen, die ihnen Sicherheit und Geborgenheit geben. Voraussetzungen für einen langfristigen Aufenthaltstitel ab der Volljährigkeit sind Sprachkenntnisse und mindestens der vierjährige Besuch einer Schule oder ein Schulabschluss. Wie können für die Kinder und Jugendlichen Lebensbedingungen gestaltet werden, die Ihnen eine sichere Zukunft ermöglichen?

Impuls Katrin Gerlov, Juna e.V.
Moderation: Dr. Wolfgang Girnus

AG 2 Interkulturelle Arbeit mit Kinder und Jugendlichen
Das Ankommen in einem fremden Land stellt geflüchtete Kinder und Jugendliche vor viele Herausforderungen: eine neue Sprache muss erlernt und sich in einer neuen Umgebung mit anderen Regeln zurecht gefunden werden. Interkulturelle Arbeit stärkt die Kompetenzen und Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen und unterstützt sie bei ihrem Ankommensprozess. Hierbei wird ihre Vielfalt als eine wichtige soziale Ressource gesehen.

Impuls: Sanne Grade, Mary Matta (GIZ e.V.)
Moderation: Signe Stein, BiwAK e.V.

AG 3 Jugendkulturarbeit und Integration
Berliner Kultureinrichtungen haben mit geflüchteten Kindern, Jugendlichen und jungengen Erwachsen unterschiedlichste Zugänge in die Stadtgesellschaft und zu künstlerischen Ausdrucksformen entwickelt. Welche Ansätze gibt es? Welchen Chancen liegen in dieser künstlerischen Arbeit für die Integration?

Impulse:
Karen Giese, Theater Strahl Berlin;
Dorothea Kolland, Berlin Mondiale und Rat für die Künste
Moderation: Ingo Siebert, August Bebel Institut

AG 4 Jugendsozialarbeit und Integration
Wie sieht die Arbeit mit Kindern und jugendlichen Geflüchteten in der Praxis aus? Was braucht die Stadt, was brauchen die Träger der Jugendsozialarbeit, um erfolgreich für die Integration arbeiten zu können?

Impuls: N.N.
Moderation: Katrin Möller, MdA, Sprecherin der Linksfraktion für Jugend und Familie

AG 5 Integration in Ausbildung und Arbeit
Berufswegplanung, Vorbereitung von Jugendlichen auf eine Ausbildung und Vermittlung in Praktikums- und Ausbildungsplätze sind wichtige Instrumente für eine Integration. Wie funktionieren sie? Welche Anforderungen haben die Unternehmen?

Impulse:
Monika Dittrich, Projekt bridge Berliner Netzwerk für Bleiberecht, Arbeit und Bildung e. V.;
Ramez Kabibo, Projekt bridge Berliner Netzwerk für Bleiberecht , ARRIVO, Schlesische27;
Yvonne Meyer, Ausbildungsvermittlung – Passgenaue Besetzung, IHK Berlin
Moderation: Birga Köhler, wirtschaftspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion in der BVV Mitte

AG 6 Integration von minderjährigen Geflüchteten in Wohneinrichtungen
Geflüchtete Kinder und Jugendliche, die unbegleitet einreisen (umF), werden zuerst durch die Senatsverwaltung BJW (Landesjugendamt) in der EAC Stelle und auf Grund des hohen Bedarfs auch in temporärer Einrichtungen untergebracht. Im Anschluss daran werden die Kinder und Jugendlichen durch die bezirklichen Jugendämter in Einrichtungen der stationären Erziehungshilfe untergebracht. Wir wollen im Rahmen dieser Arbeitsgruppe darüber nachdenken, wie und unter welchen Voraussetzungen in Erstaufnahme- und Nachfolgeeinrichtungen Kinder und Jugendliche so unterstützt und begleitet werden können, dass sie ihre Entwicklungschancen wahrnehmen können und die Voraussetzungen für eine gelungene Integration geschaffen werden.    

Impuls: Marianne Langer und Michael Langer, Sozialpädagogische Praxis Langer gGmbH
Moderation: Cornelius Bechtler, BiwAK e.V.

16:00 Uhr Präsentation und Diskussion der Ergebnisse – Galerierundgang

17:00 Uhr Ende der Veranstaltung

Teilnahmegebühren von 10,- € (ermäßigt 5,- €), für Verpflegung und Getränke.